2008

Neubau Bahnkompetenzzentrum LC 07, Fa. LogServ Linz, OÖ

2007 Planung
2008 Errichtung

Die Bewegungsmechanismen definieren den Ort, das Gebäude ist das Aktionsfeld des Grundstückes. So war es auch bei diesem Gebäude, dessen Aufgabe es ist, die gesamte Bahnkompetenz der Fa. LogServ räumlich zusammenzufassen. Für einen 4-Schicht-Betrieb wurden Umkleideräume mit den erforderlichen Sanitäreinrichtungen, Büroarbeitsplätze und eine gut schallgedämmte Leitstelle, mit modernster Computertechnik ausgestattet, errichtet.

Das Grundstück der Fa. LogServ liegt direkt an der Werksbahn der voestalpine AG Linz, der für den Neubau vorgesehene Standort schmiegt sich lang und schmal am Bahndamm an. 3 horizontale Ebenen ordnen die Bewegungsabläufe im Gebäude. Vom Firmenparkplatz kommend, betritt man das Haus im Erdgeschoss, in welchem sich der gesamte Sozialbereich befindet. Von diesem geht es über eine einläufige Treppe in die Ebene des Bahndammes, welcher die Höhenlage des 1.Obergeschosses vorgibt. Über eine Brücke gelangt man auf die Gleisanlagen, von wo aus die Mitarbeiter direkt in die Lokomotive einsteigen können. Das 1.+2. Obergeschoss beherbergen weiters die Büroräume und die Leitstelle. Eine Loggia im 2. Obergeschoss gibt dem Gebäude ein Gesicht, es schaut sozusagen auf sein Betätigungsfeld, die Gleisanlagen der Werksbahn. Weiters ermöglicht diese Loggia den freien Überblick über das Gelände und dient repräsentativen Zwecken bei diversen Firmenevents.

 

Sachlich und schlicht soll sich der solitäre Baukörper an dieser südlichen Einfahrt zum Betriebsgelände der voestalpine AG Linz präsentieren. Ein in monolithischer Betonbauweise errichteter Bau bietet auf Grund seiner Masse den erforderlichen Schallschutz (hohe Lärmbelastung durch die Gleisanlagen und die vorbeiführende Straße). Ein Baumaterial aus der Produktfamilie der voestalpine AG, Stahlblechbahnen mit einer Colofer- Beschichtung, verkleiden das Gebäude. Die matte Beschichtung wurde dabei zum 1.mal angewendet, das Gebäude dient dafür als Referenzobjekt. Die kantige, dunkelgrau matte Hülle mit seinem differenziertem Fugenspiel soll dem Gebäude auf diesem Ort die entsprechende Definition verleihen.

Die vielseitige Anwendung des Werkstoffes Stahl zu zeigen ist der voestalpine AG ein besonderes Anliegen bei Neubauten auf ihrem Werksgelände. Der Stahlbeton-Massivbau in größtenteils Fertigbauweise erhält eine vorgehängte, wärmegedämmte, hinterlüftete Stahlblechfassade. Die Fenster werden vor die Betonfassade gesetzt, um im Gleichklang mit der Fugenteilung der Stahlblechbahnen zu sein und die unweigerlich auftretenden Ungenauigkeiten des Betonbaues auszugleichen. Um das kantige Erscheinungsbild nicht zu stören, wird das Detail an den Gebäudeecken mit besonderer Sorgfalt behandelt.

 

Domico Report
www.yumpu.com

 

Foto
Andreas Buchberger, Wien

 

Auftraggeber
Fa. LogServ, Linz

Leistung und Projektdaten
Planung
Gebäudetyp – Bürogebäude
BGF 1.200 m²

Team
Arch. DI Wolfgang Weidinger
DI Heike Lukabauer

Konsulenten / Partner
Varga Ingenieurbüro, Linz – ÖBA + Innenarchitektur